Viele Immobilienbesitzer haben ihr Haus oder ihre Wohnung vor Jahren zu günstigen Konditionen finanziert. Läuft die vereinbarte Zinsbindung aus, kann die neue Monatsrate plötzlich deutlich höher liegen. Das bringt selbst Haushalte mit bislang solider Finanzplanung unter Druck. Doch wer rechtzeitig handelt, kann verschiedene Möglichkeiten prüfen, bevor aus einer angespannten Situation ein finanzieller Engpass wird.

 

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Warum die Anschlussfinanzierung 2026 teurer ausfallen kann

Wer 2016 einen Immobilienkredit abgeschlossen hat, profitierte häufig von vergleichsweise niedrigen Zinsen. Nach einer zehnjährigen Zinsbindung steht 2026 für viele die Anschlussfinanzierung an. Liegt der angebotene Zinssatz heute über dem bisherigen, steigen die monatlichen Zinskosten auf die verbleibende Darlehensschuld.

Wie stark sich das auswirkt, hängt insbesondere von der Restschuld, dem neuen Zinssatz und der vereinbarten Tilgung ab. Bereits wenige Prozentpunkte Unterschied können die Haushaltskasse erheblich belasten. Hinzu kommen oft gestiegene Ausgaben für Energie, Instandhaltung und den Alltag. Eigentümer sollten deshalb nicht allein auf das Angebot ihrer bisherigen Bank vertrauen, sondern frühzeitig rechnen und vergleichen.

Welche Möglichkeiten zwischen neuer Finanzierung und Verkauf bestehen

Eine Anschlussfinanzierung muss nicht automatisch beim bisherigen Kreditinstitut abgeschlossen werden. Angebote anderer Banken können bessere Konditionen bieten. Auch eine veränderte Tilgungsrate oder eine längere Laufzeit kann die monatliche Belastung senken, wobei dadurch unter Umständen höhere Gesamtkosten entstehen.

Wer über Rücklagen verfügt, kann prüfen, ob eine teilweise Rückzahlung die Restschuld reduziert. Dabei sollte genügend Geld für unvorhergesehene Ausgaben verfügbar bleiben. Steht das Ende der Zinsbindung noch bevor, kann außerdem ein Forward-Darlehen infrage kommen, mit dem sich Konditionen im Voraus sichern lassen. Ob sich das lohnt, hängt von den Kosten und den persönlichen Erwartungen ab.

Reichen diese Wege nicht aus, sollte auch ein geplanter Immobilienverkauf sachlich geprüft werden. Er kann ermöglichen, das Darlehen abzulösen und finanzielle Spielräume zurückzugewinnen. Entscheidend ist, welchen Verkaufserlös die Immobilie voraussichtlich erzielt und welche Verbindlichkeiten sowie Verkaufskosten zu berücksichtigen sind.

Rechtzeitig entscheiden statt unter Druck verkaufen

Wer erst reagiert, wenn Raten ausfallen, verliert oft wertvolle Zeit und Verhandlungsspielraum. Ein Verkauf unter Zeitdruck kann dazu führen, dass eine Immobilie unter ihrem möglichen Marktwert angeboten oder verkauft wird.

Sinnvoll ist daher, frühzeitig die Restschuld und das verfügbare Haushaltsbudget zu prüfen und mit der Bank über tragfähige Lösungen zu sprechen. Auch ein Gespräch mit einer unabhängigen Finanzierungsberatung kann helfen, Angebote und langfristige Risiken vor einer endgültigen Entscheidung sorgfältig und nüchtern zu bewerten. Eine professionelle Immobilienbewertung hilft zusätzlich, den Verkauf als echte Alternative einzuordnen. So lässt sich in Ruhe entscheiden, ob die Immobilie gehalten werden kann oder ein geordneter Verkauf langfristig die bessere Lösung ist.

Wenn Ihre Anschlussfinanzierung zur Belastung wird, unterstützen wir Sie dabei, den möglichen Marktwert Ihrer Immobilie realistisch einzuschätzen. Gemeinsam besprechen wir, ob ein rechtzeitiger Verkauf für Sie sinnvoll sein könnte.

 

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT

 

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